Motorrad/ Fitness/ Stabilität

Fri, 19 Jul. 2019 by Thomas Bendler, approximately 2 min to read.


Eines der zentralen Elemente beim Motorrad fahren ist die Körperhaltung. Sie beeinflusst den zentralen Schwerpunkt der Kombination Mensch/ Maschine und hat daher eine große Auswirkung auf das Fahrverhalten des Motorrads. Das beginnt übrigens nicht erst auf der Rennstrecke, dass fängt schon mit dem Motorrad fahren auf normalen Straßen an. Um also in der Lage zu sein mit dem eigenen Körper zu jeder Zeit den Schwerpunkt so zu verändern das er das Motorrad fahren unterstützt braucht es entsprechend spezifisches Training. Aus diesem Grund wird beim Training viel Wert auf Stabilitätsübungen zur Verbesserung der Bewegungskoordination gelegt. Vereinfacht gesagt trainiert man auf instabilen Untergründen, um den Gleichgewichtssinn und die Reaktion zu verbessern. Das können z.B. Wackelebretter, Weichbodenmatten, Trampoline usw. sein. Wen es interessiert, in der Physiotherapie nennt man das propriozeptives Training. Propriozeption bedeutet so viel wie Vorausahnung, die genaue Definition ist „Wahrnehmung der Körperlage und -bewegung im Raum“ (Tiefensensibilität, vgl. Schüle, Klaus & Huber, Gerhard: Grundlagen der Bewegungstherapie: Prävention, ambulante und stationäre Rehabilitation. Köln: Deutscher Ärzte Verlag, 2012, S. 230).

Das Resultat dieser Übungen kann man sich auf sehr hohem Niveau z.B. in der MotoGP anschauen, wenn ein Marc Marquez ein über das Vorderrad wegrutschendes Motorrad mit Hilfe von Knie und Ellbogen abfängt und so den eigentlich fälligen Sturz verhindert.

Da ich kein Physiotherapeut bin und die entsprechenden körperlichen Details vermutlich auch nicht fehlerfrei erklären könnte, möchte ich zum Einstieg in den Bereich auf die entsprechende Fachliteratur verweisen. Ihr findet hier einen gut verständlichen Einstieg in das Thema Propriozeptives Training.


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