Die Elektrik am Motorrad ist für viele Schrauber ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei ist es eigentlich gar nicht so kompliziert, zumindest wenn man sich auf die Basics beschränkt. Im Wesentlichen geht es um drei Dinge: die Batterie als Energiequelle, die Beleuchtung damit man gesehen wird und sieht, und die ganzen Kabel und Stecker die das alles miteinander verbinden. Wer sich schon mal gefragt hat warum das Motorrad nicht anspringt obwohl der Tank voll ist, der wird vermutlich irgendwann bei der Elektrik gelandet sein.
Batterie
Die Batterie ist das Herzstück der Elektrik. Ohne sie springt nichts an, leuchtet nichts und der Blinker bleibt auch stumm. Bei modernen Motorrädern kommen meist wartungsfreie Blei-Säure-Batterien oder die etwas teureren aber auch leistungsfähigeren Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Wichtig ist vor allem das regelmäßige Laden, insbesondere wenn das Motorrad längere Zeit steht. Ein Ladegerät mit Erhaltungsladung ist hier Gold wert.
Wie man eine Batterie richtig wechselt und was man dabei beachten muss, zeigt das folgende Video:
Pro-Tipp: Immer erst das Minuskabel abklemmen und beim Anschließen als letztes wieder drauf. So vermeidet ihr Kurzschlüsse wenn ihr mit dem Werkzeug an den Rahmen kommt.
Beleuchtung
Zur Beleuchtung gehört alles was leuchtet: Scheinwerfer, Rücklicht, Blinker, Kennzeichenbeleuchtung und bei neueren Maschinen auch die ganzen LEDs am Cockpit. Der häufigste Grund für eine nicht funktionierende Beleuchtung ist schlicht und ergreifend eine durchgebrannte Birne. Das Wechseln ist in der Regel einfach, man muss nur wissen wo die Birne sitzt und wie man an sie herankommt.
Bei älteren Motorrädern mit klassischen Glühbirnen ist der Wechsel meist eine Sache von Minuten. Bei neueren Modellen mit LED-Scheinwerfern wird es schon komplizierter, hier ist oft die gesamte Einheit fest verbaut. Das folgende Video zeigt wie ein Lampenwechsel grundsätzlich funktioniert:
Stecker und Kabel
Die unscheinbaren Helden der Elektrik sind die Kabel und Stecker. Sie verbinden alles miteinander und sind leider auch oft die Ursache für Probleme. Korrodierte Stecker, gebrochene Kabel oder lose Verbindungen können für jede Menge Kopfzerbrechen sorgen. Besonders anfällig sind die Stecker die der Witterung ausgesetzt sind, also alles am Lenker und im Bereich der Räder.
Pro-Tipp: Investiert in vernünftiges Kontaktspray und behandelt eure Stecker regelmäßig damit. Das verlängert deren Lebensdauer erheblich und erspart euch die Fehlersuche bei mysteriösen Aussetzern.
Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte und verstehen will wie die Elektrik am Motorrad grundsätzlich aufgebaut ist, dem sei dieses Video empfohlen: